Lohmarer Malteser unterstützen beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München
Alles im Griff hatten die Malteser und Johanniter beim 2. Ökumenischen Kirchentag 2010. Obwohl das Wetter mehr kalt und feucht als einladend war, konnten die Hilfsorganisationen ein zufriedenstellendes Fazit ziehen. „Wir hatten über 1.300 Versorgungen, die meisten waren dem nasskalten Wetter geschuldet, sowie grippale Infekte“, erklärt der Gesamteinsatzleiter Benedikt Liefländer von den Maltesern.
Für den Einsatz hatten Malteser und Johanniter insgesamt gut 700 Einsatzsanitäter aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengezogen. „München ist eine besondere Stadt, da kommen unsere Helfer gerne zu einem Einsatz zusammen“, erklärt Liefländer.
Dass der typisch bayrische weiß-blaue Himmel dieses Mal nur selten sein Gesicht zeigte, war für die Hilfskräfte kein Problem. „Wir haben uns schnell an das Wetter angepasst und kurzfristig rund 500 Liter heißen Tee vorbereitet“, so Liefländer. Wer unterkühlt in die Sanitätsstationen kam, wurde entsprechend versorgt. Neben den wetterbedingten Einsätzen gab es vor allem chirurgischen Bedarf, zum Beispiel Stürze, oder internistische Behandlungen. Die Hilfskräfte waren darauf gut vorbereitet. „Wir haben im gesamten Stadtgebiet 21 Sanitätsstationen eingerichtet. Alle waren mit Einsatzsanitätern und Notärzten besetzt. Darüber hinaus waren 35 zusätzliche Rettungswagen im Einsatz, um schwerere Fälle notfallmedizinisch zu versorgen“, erklärt Liefländer. Diese blieben zum Glück weitestgehend aus, was auch Benedikt Liefländer freute. „Die Kirchentagsbesucher haben sich sehr vorbildlich verhalten. Die meisten waren auf die widrigen Umstände gut vorbereitet.“
Gut vorbereitet waren die Malteser auch auf Menschen mit Behinderung. Die Hilfsorganisation hatte dazu extra einen Fahrdienst mit 50 behindertengerechten Fahrzeugen eingerichtet. „Wir haben mehr als 1.600 Personen zu den verschiedenen Veranstaltungen oder in ihre Unterkünfte gefahren“, sagt Michael Bauer. Der Einsatzleiter der Fahrdienste zeigte sich sehr zufrieden mit den Tagen in München. „Unser Ziel war es, dass auch Menschen mit Behinderung beim ÖKT mobil sind – das ist uns gelungen.“
Darüber hinaus haben sich die Jugendverbände der Malteser und Johanniter beim Kirchentag engagiert. Kinderbetreuung, Hilfe für Menschen mit Behinderung oder Umsteigehilfen am Hauptbahnhof – die Malteser und Johanniter Jugend konnte ein positives Fazit ziehen. „Wir haben knapp 700 Kinder betreut. Das Vertrauen in unser Team freut uns riesig“, erklärt Justus Pinker von den Johannitern.
Insgesamt war die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen sehr gut, wie auch Benedikt Liefländer bestätigt. „Malteser und Johanniter haben hier in München die Ökumene gelebt. Das war sehr vorbildlich. Genauso wie die Zusammenarbeit mit den Veranstaltern und Behörden. München war und ist für uns Malteser immer eine Reise wert.“
Aus Lohmar fuhren 5 Einsatzkräfte zu dem Einsatz nach München und unterstützen die Kollegen vor Ort.